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Fahrrad Meine kleine Fahrradsammlung - sowie Ausflugsbilder

Das Schöne am Fahrradfahren ist ja, dass man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann. Neben der Notwendigkeit von A nach B zu kommen betätigt man sich gleichzeitig noch körperlich. In einer Zeit mit vorwiegend sitzender Arbeitstätigkeit ist das wohl auch zwingend nötig. Gleichzeitig ist natürlich auch nur das Fahrrad das standesgemäße Fortbewegungsmittel zum Baden am See. Zumal der Weg durch den Wald führt.

Diese Seite hat wohl auch eher dokumentatorischen Charakter als wirklich Informationen zu bieten. So erinnere ich mich an so manche Irrungen der Vergangenheit und einen Teil alter Wünsche und Pläne, die ich vielleicht doch nie umsetzen konnte.

Interessante Reiserouten

Was soll ich da schon empfehlen? Na, vielleicht den Havelländischen Radwanderweg, so langsam wird er fertig und soll ja mal bis nach Dänemark hochführen. In 2001 wollten wir einen Samstag nur bis Friesack fahren, ärgerlicherweise kamen wir bereits Mittags dort an. Also sind wir bis nach Neustadt weitergefahren. Und es hat uns allen viel Spass gemacht. Dieter hatte die Reise organisiert, Nico, Marcel, Detlev, Thomas F., Susanne, Marco und andere waren mit dabei.

Und dann war da 2001 noch die Nachmittagstour zum Tornowsee, bei der wir dann doch schon um Mitternacht angekommen sind. Auf der Fahrradkarte war die Brücke bei Fehrbellin jedenfalls eingezeichnet. Na, egal. Auf der Tornowseeseite steht etwas mehr zu der Reise, die Freitagnachmittag losgehen sollte und vor Sonnenuntergang enden.

In 2001 kam die Anfrage an mich: Hoch auf den Großglockner? Hmmm. Ich kenne 2, die waren so irre und sind rauf. In ihrer Beschreibung kam das Wort Spaziergang nicht vor. Bergab bis zu 90 km/h. Mit meinem vollbepackten Mountainbike bin ich nur auf 65 gekommen :-(

Von Alt Krüssow (120km - an einem Tag, nächsten zurück) von 1995 habe ich leider keine Bilder. Wohl aber von Erlbach: 230 km in 2 Tagen mit Zelt und Brenner und Wasser und Topf und Taschentuch... (siehe auch Erlbach-Urlaub)

Am 16. Mai 2005 immerhin organisierte Damaris einen kleinen Fahrradausflug von Berlin Wannsee über Schloß Sancossi in Potsdam, vorbei an Cecilienhof, dem Heiligen See und zurück über Fahrland, Sacrow bis nach Berlin Spandau. Hier einige Bilder: ___ (Wer war mit? Hier NICHT die Namen, denn dann könnte ich ja Damaris nicht aufführen :-) Immerhin hat mir Kerstin schon mal ein paar Bilder gesandt. Vielleicht lade ich die hier mal hoch. Liest ja eh keiner ... (Schreibt ja auch keiner ins Gästebuch ...)

Am 10. September 2006 organisierte Sarah eine kleine Fahrradtour von Falkensee nach Nennhausen über den Radfernwanderweg Havelland. Neben mir ist auch noch Emily mitgekommen. Ganze 70 Kilometer haben wir zurückgelegt. Die Strecke ist herrlich - fast nirgends stößt man auf Zivilisation, die meiste Strecke verläuft über Felder und durch den Wald. Fast hätten wir noch Rathenow erreicht, aber wir wollten uns ja nicht abhetzen. Im Schnitt haben wir ohnehin fast 20 km/h erreicht. So waren wir abends noch entspannt in der Versammlung und haben ein nettes Bild aus Kotzen:

Meine kleine Fahrradsammlung

Es ist noch gar nicht so lange her, da gab es die ersten Fahrräder mit richtig schweren Rahmen, da man keine Rohre zum Rahmenbau verwendete (sondern in Vollstahl ausführte). An Gangschaltung war gar nicht zu denken. Selbst der Kettenantrieb kam erst in der letzten Phase der Hochräder auf. Da kann man sich schon über die Erfindungen neuerer Zeit freuen: Aluminium-, Titan- oder Carbonrahmen, 27-Gang Kettenschaltung XTR, V-Brake oder Scheibenbremsen (jetzt auch hydraulisch), vollgefederter Rahmen, verstellbarer Vorbau, Nabendynamo etc. Einen Teil der Annehmlichkeiten hat sich auch in meinen Fahrrädern verwirklicht.

1) Zu Schulzeiten besaß ich ein 26" Fahrrad mit Kuhmarke am Sattel, natürlich ohne jede Gangschaltung. Doch auch im Winter bin ich damit problemlos durch den Schnee zur Schule gekommen. So habe ich mich die ganzen 80er fortbewegt.

2) Ein nagelneues Fahrrad zu besitzen ist schon eine feine Sache. Nunmehr im Besitz der harten D-Mark nutzte ich im Sommer 1990 die Gelegenheit, mir ein preisgesenktes "Rennrad" für 200 DM zu kaufen. Es hatte zwar nur einen Stahlrahmen, keine innenliegenden Bowdenzüge aber schon eine 10-Gang Kettenschaltung. Leider erinnerte die Bereifung mit 1 3/4 Zoll eher an ein Sportrad, aber für den Stadtverkehr war es ideal. Eine 2 Stunden Busfahrkarte für Berlin kostete damals 75 Pfennig (38 Cent pro Fahrt, im Viererpack) und die wollte ich sparen. So bin ich manches Mal mit dem Fahrrad bis nach Tiergarten oder Neukölln gefahren.

(3) Wheeler Rennrad von 1990
(4) Baumarktfahrrad von 2001
(5) repariertes Fahrrad aus dem Wald 2001
(6) Trekkingrad vom Fachhändler, Nabe 7-Gang
(7) GT Trekking meines Bruders
(8) Rad mit Hänger von Penny-Markt 2009

3) Zum Ende meiner Ausbildung habe ich im Frühjahr 1995 ein Wheeler 2200 Rennrad gebraucht erworben. Es hat einen gemufften CroMoly-Rahmen, 100er Shimanoschaltung, SPD-Pedale, 622-23 Reifen und immerhin schon 12 Gänge. Trotz der alten Technik wiegt es nur 11,9 kg. Zudem habe ich im Laufe der Zeit einige Dinge ausgetauscht, so einen leichteren Aluminiumlenker installiert und Industrielager im Steuerkopf und Tretlager etc. Für den Urlaub in Erlbach 1996 montierte ich sogar einen Lowrider, dieser war ganz nützlich.

Die Rennmaschine

Zur Zeit ist es meine Trainingsmaschine. Noch muß ich mich sehr bemühen, um in den Durchschnittsgeschwindigkeiten etwas besser zu werden. Dazu habe ich auch einen Herzfrequensmonitor, entsprechende Bekleidung sowie Ceramic-Fahrradbrille und Helm. Damit geht es auf eine meiner Trainigsstrecken:

  1. Von Finkenkrug über Dallgow (4 km / 8 min) nach Elstal (8 km), Dyrotz (10 km / 23 min), Wustermark (12 km) und Zeestow nach Brieselang (18 km) wieder zurück nach Hause (28,7 km - Strecke 1 als GPX-Datei)
  2. Trainigsstrecke II geht ebenfalls von Finkenkrug über Dallgow, Elstal und Dyrotz nach Wustermark, dann allerdings weiter nach Nauen (21 km) und erst durch den Wald am Weinberg vorbei zurück nach Falkensee (42,1 km - strecke2.gpx).
  3. Trainigsstrecke III entspricht Nr. II bis Weinberg (24.5 km) und dann weiter auf Radfernwanderweg Havelland über Kienberg (28.5 km), Paaren im Glien (33 km), Pervenitz, Pausin(37,5 km), Wansdorf (42,8 km), Schönwalde Dorf (49 km) nach Falkensee (53 km). Zuhause bin ich nach 59,1 Kilometern (strecke3.gpx).

Hinweis zu den gpx-Dateien: Habe mit einem GPS-Tracker die Strecken mitverfolgt. Die Dateien kann man einfach herunterladen und per drag'n'drop in Google Earth hochladen. Dann sieht man die Strecke bis auf einem Meter genau. Manchmal ist die Abweichung aber auch 5 Meter.

DatumStreckeEntfernungZeitDurchschnittBemerkung
18.09.2002zur Uni Chausseestr.27.5 km0:58:4328,5 km/hSPD-Pedale, Wheeler
20.08.2005Teststrecke I28.7 km1:01:1328,1 km/hWheeler, Erstfahrt nach Reparatur von 2002
25.08.2005Teststrecke I28.7 km1:03:1827,2 km/hFahrrad 6), Regen
27.08.2005Teststrecke I28.7 km0:54:4431,5 km/hFahrrad 3)
01.09.2005Teststrecke II42.1 km1:20:2631,4 km/hFahrrad 3)
03.09.2005Teststrecke I28.7 km0:57:2030,0 km/hNacht
23.09.2006Teststrecke III57.6 km2:04:2127,8 km/hFahrrad 3), erste Fahrt 2006
16.11.2006Adlershof - home58.0 km2:10:1527,1 km/h3) über Havelchaussee, Dunkelheit
30.03.2009mod. Strecke I23.4 km0:57:3024,4 km/h8) erste Fahrt 2009
31.03.2009Teststrecke I28.7 km0:57:0830,2 km/h3) mit Helm und GPS-Tracker
13.04.2009Teststrecke III57.6 km2:07:0327,2 km/h3) noch untrainiert
14.08.2009Tour über Pausin32.4 km1:01:0831,8 km/hmit Paul und Timotheus

4) Anfang 2001 habe ich den Fehler gemacht mir ein Baumarktfahrrad zuzulegen. Doch ich wollte gern ein Fully haben. Die Vorderradgabel ist mit Elastomere-Dämpfer ausgestattet, der Stahlrahmen ist leider etwas schwer, doch immerhin besitzt es einen Ahead-Steuersatz und 2-Finger V-Brakes. Da sich vernünftige Schutzbleche nicht wirklich befestigen lassen, bleibt es ein Schönwetterfahrrad.

5) Im Sommer 2001 habe ich im Wald ein ca. 5 Jahre altes Fahrrad gefunden. Die LX-Ausstattung war noch brauchbar, aber jemand hatte die Laufräder mit roher Gewalt völlig verbogen und angebrochen. Also habe ich neue Hohlkammerfelgen und Edelstahlspeichen gekauft und mit den alten Naben neue Räder gebaut. Der Rahmen war zum Glück nicht verbogen, also habe ich ihn neu lackiert. Außerdem habe ich dem Fahrrad ein Paar SPD-Pedale spendiert sowie eine STX-Schaltung, Downhilllenker, höhere Sattelstange mit Gelsattel, SKS-Schutzbleche und Lowrider am Vorderrad. Im Herbst 2001 habe ich damit meinen Sommerurlaub unternommen. Es war ja Platz für 4 Ortliebtaschen somit eine Reise von 1300 km ohne große Probleme.

6) Nach einem Jahr Russland/Moskau erwarb ich im November 2004 wieder ein neues Fahrrad. Das 28er Trekkingfahrrad hat schon SKS-Schutzbleche, Federgabel und gefederte Sattelstütze, Aluminiumrahmen und -gepäckträger sowie Nabendynamo und 7-Gang Shimano Nexus Nabenschaltung. Der Dynamo ist im Alltag sehr angenehm, allerdings kombiniert sich der Komfort zu einem Gesamtgewicht von 18,0 kg. Es blieb nicht bei den 399 Euro, ein neuer Lenker, Schloss, SPD-Pedale und Lenkertasche (wasserdicht) kamen hinzu. Leider wurde es mir am 15. 7. 2007 (BK) am Bahnhof Falkensee gestohlen.

7) Nachdem (6) gestohlen war, folgte kurze Zeit später der Umzug meines Bruders nach Berlin. Dort hatte er für sein Trekkingrad von GT nicht mehr ausreichend Platz, war er doch ohnehin fast nur mit seinem superleichten 26"er unterwegs. So bekam ich es geliehen. Den Fahrradurlaub auf Rügen Anfang 2008 habe ich damit durchgeführt. Es hat in vielen Bereichen eine LX-Ausstattung. Schutzbleche und Gepäckträger musste ich montieren, Licht kam aus der Batterie.

8) Da der Rahmen von (7) sehr niedrig ist, setzt man des öfteren in Kurven mit den Pedalen auf. Im Winter sind die Batterielichter nicht optimal, man muss sie immer abnehmen, wenn man irgendwo hält. Und die Akkus sind oft leer. Zu guter letzt habe ich mir im März einen Fahrradanhänger gekauft. Dessen Aufnahme passte an das GT einfach nicht ran. Also habe ich mir bei Penny (jetzt nicht mehr Baumarkt, jetzt Supermarkt) gleich noch ein Fahrrad geholt. Es wiegt zwar 20 Kilogramm, ist aber mit Deore Schaltwerk, Rapid Fire Schaltern, Bremsen etc. sowie Nabendynamo und Standlicht ausgestattet. Damit ist es viel einfacher, das Fahrrad in den dunklen Keller zu stellen. Eigentlich hat es gar eine Lichtautomatik wie mein Mietwagen in Amerika 2008 (na gut, der Pontiac G6 hatte 224 PS mehr). Der Gepäckträger hat oben ein 10mm-Rohr: ideal für die Ortlieb-Taschen. Die Reifen mögen bis zu 5 bar. Ein Trinkflaschenhalter war auch von Anfang dabei - für 249 Euro. Selbst die Pedalarme sind hohlgeschmiedet. Und es hat 27 Gänge, konnte zu den letzten noch keine passende Geschwindigkeit erreichen (jenseits der 50 km/h).

alle 3 Strecken

Jährliche Kilometerleistung auf dem Fahrrad

JahrKilometerJahrKilometer
2000 830
20014100
bis 19923982 20022200
2003 580
2004 185
1995 900 20053081
19961300 20062345
1997 600 20071724
1998 480 20081967
1999 560 2009 162

Trainingsstrecken mit GPS-Tracker

Im Luftbild in GoogleEarth sehen die drei Strecken wie folgt aus:

Strecke 1Strecke 2Strecke 3
27.5 km41,0 km57,6 km

Anfangs hält man einen Schnitt von 30 km/h für nicht all zu schwierig. Das bedeutet allerdings für Strecke 3 eine Zeit von 1:55. Und mit etwas Training erreicht man vielleicht auch 35 km/h. Zumindest in der Theorie. Allerdings hängt der Luftwiderstand vom Quadrat der Geschwindigkeit ab (F=Acv²), die erforderliche Antriebsleistung sogar von der dritten Potenz (P=F·v)

Nehmen wir einmal an, der Luftwiderstand bestimmt die benötigte Kraft. Für die anderen Faktoren nehmen wir Konstanz an und rechnen dimensionslos P = c·v³ wobei der Vorfaktor c einfach c=1 gesetzt wird. Bei 25 km/h ist P=15625, für 35 km/h sind es 42875, also fast das Dreifache! Wenn ein Untrainierter seine Kraft verdoppelt, steigt sein Durchschnitt von 25 km/h nur auf 31,5 km/h. Bei der Tour de France fahren sie des öfteren einen Schnitt von 42 km/h, also 74088 in unserer dimensionslosen Einheit. Für uns untrainierte ist das ein Faktor von 4,7.

Als groben Richtwert der benötigten Leistung findet man die Angaben 150W für 30 km/h und 450W für 45 km/h. Nehmen wir letztere einmal als Ausgangsgröße und sehen den Leistungsbedarf in Abhängigkeit der dritten Potenz der Geschwindigkeit (P=cv³ - Reibung vernachlässigt). In diesem einfachen Modell ergeben sich folgende benötigten Leistungswerte zur jeweiligen Geschwindigkeit, sie stimmen mit der Realität recht gut überein:

Geschwindigkeit in km/h 45 40 35 31,2 30 27,3 25 20 15 10
Leistung in Watt 450 316 212 150 133 100 77 40 17 5

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