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Wochenendtrips nach Tschechien bis zum Jahr 2000Immerhin 8 Leute standen am Start (Janina, Jennifer, Mirjam, Sarah, Simone, Matthias, Steffen, Thomas), als wir in Schöna ankamen, rief Andi noch kurz an, er war gerade aufgestanden. Er ist dann erst mal losgezogen und hat sich einen Rucksack gekauft. Wie wir dann abends im Hotel saßen, kam er leider nicht über die Grenze. Erst fuhr keine Fähre, dann waren die Grenzposten etwas zu genau - sein Personalausweis war eine Woche vorher abgelaufen. So war das damals :-)
Es war das letzte Mal, daß wir über die Grenze von hinten an das Preibischtor herankamen. Eine wichtige Brücke ist zerstört, das Klettern auf den verbliebenen Felsen sehr gefährlich. Die zweite Brücke ist seit Jahren baufällig. Außerdem ist in ihre Mitte eine Tür eingebaut. Und das Restaurant wird von einem 'netten' Herren mit Pistole in der Jeans bewacht. Bis nach Mezni Louka haben wir es geschafft.
Unterwegs haben wir uns auf dem Winterberg (Hinweg) und auf dem gelben Wanderweg (Rückweg) einen frischen Cappuchino bzw. Tee mit dem Gaskocher gemacht, das machte die Situation noch einmal so rustikal und abenteuerlich.
Schon ein paar mehr waren diesmal unterwegs: Bianca, Rebecca, Susanne, Tina sowie Andi, Bert, Denis, ??KWH??, Jan, Joris und Matthias. Macht also in Summe 11 Personen! In der Nacht haben wir noch eine kleine Nachtwanderung unternommen und hernach köstlich gespeist. Mit Andi bin ich bis in die Dunkelheit den Kamenice rauf.
Am Sonntag morgen sind wir dann doch noch in die Natur, es lag sogar Schnee! Aber ihr seht es unserer Ausrüstung bereits an - bis zum Preibischtor haben wir es von Hrensko aus nicht mehr geschafft. Dafür haben wir mehr Zeit auf dem Markt verbracht.
Die Unterkünfte waren übrigens klasse: wir hatten sogar Fernsehen auf dem Zimmer und bequeme Betten.
Etwas später im Jahr hat sich doch noch eine Gruppe zusammengefunden. Trotz ihrer Versprechen, nie wieder eine solche Tour mitzumachen (September 1997) waren Yvonne und Denis mit dabei. Auch Joris und Andi wagten sich in die Kälte:
Wir sind zwar nicht weit gewandert, hatten aber auch so eine schöne Zeit. Zu fünft läßt es sich ganz gut unterhalten und miteinander aushalten.
Leider war ich im Februar nur allein unterwegs. Kurz hinter Bad Schandau bin ich erst mal mit dem Fahrstuhl von 1908 gefahren, dann an den Affensteinen vorbeigewandert. Dahinter traf ich auf einige Steinformationen, die interessante lokale Wetterphänomene erzeugten!
Habe dann auch das Preibischtor gefunden, wir sind '97 an einer Kreuzung falsch abgebogen. Von dort nur fünf Minuten Fußweg entfernt war der tschechische Zugang zum Tor. Bin im Dunkeln wieder zurück nach Deutschland.

Habe noch zwei Dresdener getroffen, die mit ihren Isomatten in irgendeiner Bofe übernachten wollten. Am Preibischtor war eine Kletterpartie auf einer defekten Brücke über ein in der Mitte eingebautes Tor vonnöten. Morgens um eins stellte ich in Leipzig fest, daß bis kurz nach 4:30 Uhr kein einziger Zug fährt. Eine gute Bahnhofsmission gibt es leider nicht, und McDonalds hatte damals noch keinen 24h-Betrieb. Auf der Bank vor der Bahnhofshalle habe ich es nur eine halbe Stunde ausgehalten - ich war wirklich müde!! Immerhin kam ich Sonntag früh wieder zuhause an - ca. 9:00, die anderen sind aufgestanden, ich legte mich hin.
Endlich hat es geklappt. Eine richtige Gruppe, im 5:5 Verhältnis auch gut belegt und einige Leute dabei, die so gar keine Ahnung hatten. Naja, die haben auch etwas unpositive Stimmung verbreitet, vielleicht war das mit der Unterkunft auch nicht ganz so wie gedacht. Doch im Nachhinein war es ganz toll. Mit dabei waren Danny, Kirsten, Sabine, Susi, Yvonne B., Denis, Jan, Joris, Matthias und Phillipe.
Nachdem wir uns bis nach Jetrovice gekämpft hatten, waren alle verfügbaren Hotels voll belegt. Zum Glück war es möglich, privat unterzukommen. Nicht jeder war davon begeistert.

Trotzdem haben wir uns am 25. Oktober noch einmal im Brauhaus Spandau zum Wiederaufleben der Erinnerungen getroffen. Die dort geschlossenen Freundschaften überdauerten noch einige Jahre.
Ein komisches Erlebnis: Erst sagten 20 Leute definitiv zu und von 10 weiteren war ein 'Ich weiß es noch nicht genau, möchte aber schon gern mitkommen' zu hören. Je näher der Termin rückte, desto mehr sagten ab, die letzte Absage erhielt ich 3 Stunden vor Abfahrt (also um 2:30 Uhr morgens). Immerhin bin ich dann mit Bianca und Yvonne F. losgezogen.
Nicht nur, daß wir uns verlaufen haben und falsch in die Ritterschlüchte abgebogen sind, weiter als Mezni Louka wollte keiner. Ein kleiner Aushilfsnazi hat mit seinem Freund den beiden Mädels etwas Schauer einjagen können.
Trotz aufwändiger Einladung mit Erklärung aller Eventualitäten sowie ausführlicher Karte auf der Rückseite hielt sich irgendwann das Gerücht: Kommt keiner mit oder fällt ins Wasser. Daraus hatte ich bis September gelernt.
Leider gab es keinen Schnee mehr, aus dem Winterurlaub wurde also nix. Da wir aber ohnehin in Jetrovice übernachtet haben, standen Elbsandsteingebirgewanderungen auf dem Programm. Ich bin mit dem Zug nach Decin gefahren. Von dort hat mich Annett und Steffen im grünen Trabi abgeholt. Außerdem war noch Romy Schneider dabei - ohne Witz! Die folgenden Tage haben wir die Gegend erkundet, sind viel gewandert, haben uns sehr intensiv unterhalten und gut erholt.
Einen Schlechtwettertag für eine Pragexkursion genutzt. Diesmal haben wir allerdings mehr gesehen als 3 Monate vorher, u. a. weil die Mädels so gut vorbereitet waren und uns zu allen Sehenswürdigkeiten der Stadt geschleppt haben. Und ich hab' mich mit Steffen auch überall hin schleppen lassen. Am Ende des Tages waren wir sichtlich geschafft und haben den Tag in einem Restaurant ausklingen lassen.
Der Urlaub dort hat mir so gut gefallen, daß damit die Idee der Wochenenttrips in das Elbsandsteingebirge geboren wurden. Die dort erworbene Karte war mir die folgenden 10 Jahre von Nutzen.
Hier waren Denis, Jan, Joris und Matthias im Diesel-Peugeot 106 bei -20 °C in Tschechien. Hierzu mag ein Photo (2h vor Dr. Max, hier mit Ines) genügen:

PS: Denis kannte sich schon etwas in Tschechien aus, so haben wir recht schnell eine Unterkunft gefunden. Eines Abends waren alle Restaurants schon um 17:00 Uhr geschlossen. Da die Batterie des Autos ohnehin schon etwas runter war, sind wir nach Prag gefahren, um einerseits etwas von der Stadt bei Nacht zu sehen und andererseits - die Batterie aufzuladen. Hier dann doch noch ein Bild vom Frühstück:

Nur mal so zum Spass habe ich mir die Verteilung der Reisenden der vergangenen Jahre angesehen. Ergibt insgesamt ein ausgewogenes Bild - so irgendwie.
| Datum | 3'97 | 4'97 | 9'97 | 2'98 | 11'98 | 3'99 | 2'00 | 2'01 | 4'02 | 5'03 | 4'05 | 2'06 | 6'06 | Σ |
| girls | 2 | 2 | 5 | 0 | 1 | 4 | 5 | 10 | 6 | 3 | 9 | 11 | 6 | 64 |
| boys | 2 | 1 | 5 | 1 | 4 | 7 | 4 | 6 | 6 | 2 | 6 | 10 | 6 | 60 |
| Summe | 4 | 3 | 10 | 1 | 5 | 11 | 9 | 16 | 12 | 5 | 15 | 21 | 12 | 124 |
Auf dieser Seite steht eine Menge Text mit Hinweisen etc. Für Lesefaule, die nur mal die Bilder sich anschauen wollen, habe ich alle verlinkten Bilder auf einer Extraseite zusammengefasst. Auch die Einladungen wurden im Laufe der Jahre kleiner und bunter.
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