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 Die Geschichte vom saiht und dem Computer

 Die Steinzeit

Mit Computern bin ich schon recht früh in Kontakt gekommen, die ersten Programmierversuche habe ich 1987 auf einem KC 85/3 (Prozessor: UA880 mit 1,75 MHz, Nachbau des Z80 in der DDR) unternommen. 1988 bekam ich einen ZX81 mit 1 kByte RAM und 8 kByte ROM geschenkt - mein erster eigener Computer! Auf diesem legendären Rechner (zentraler Baustein war ein mit 3,5 MHz getakteter Z80) begann meine Bastel- und Programmierära. Eine C64-Tastatur wurde extra umgelötet, um die Folientastatur (40 Tasten, 5-fach belegt) zu ersetzen. Damals wurden Programme noch auf normalen Audiokassetten gespeichert, Ladezeiten von mehreren Minuten waren allgemein üblich. Ich besaß sogar einige Originalprogramme auf Kassette. In unserer Straße wohnt ein Astronom und Linsenschleifer für astronomische Fernrohre (der einzige in der DDR, nach ihm ist Stern Nr. 4396 benannt, ein blauer Zwerg). Von ihm erhielt ich ein externes 16kByte Modul geliehen.

ein ZX81

Es war die Zeit der Computerpioniere, mein Großcousin hatte den ZX81 selbst zusammengelötet. Alles dazu notwendige passte auf ein großes Blatt, zusammengefaltet war das die gesammte Bedienungsanleitung! Auf der Rückseite fand sich noch der Bestückungsplan und ein kompletter Schaltplan - siehe Bilder:

Anmerkung 2009/03/09: Im Havelpark war heute eine Ausstellung alter Computer der Uni Kiel. Der ZX81 war auch darunter - ich hatte vergessen, wie klein der Computer eigentlich ist! Auf einem tragbaren Fernseher (4 Zoll) rechnete er die Wurzel aus fortlaufenden Zahlen aus. Er war gerade bei 25645, je nach einer Sekunde kam die nächste Wurzel ... Eine weitere interessante Beobachtung: Rücken an Rücken waren sowohl eine XBOX 360 mit einem Autorennspiel in Splitscreen und ein C64 mit zwei Joysticks und Pacman. Zwei junge Mädchen setzten sich vor den C64! Vielleicht hat das Computerspielen damals tatächlich mehr Spass gemacht. [Ende Anmerkung, weiter im Text von 2003]

Die Zeitschrift 'Funkamateur', die mein Vater abonniert hatte, startete einen Computerselbstbauprojekt. Fast hätte ich ebenfalls mir einen solchen zusammengebastelt. Jener AC1 genannte Rechenknecht wurde auch im Laufe der Jahre um alles erweitert, was sich irgend an einen Computer anschließen ließ. Zum Glück machte mir die Zeit einen Strich durch die Rechnung.

 Die Eiszeit

Doch die Zeit bleibt nicht stehen, 1991 folgte ein Atari STFM 520. Mit Geduld und Spucke wurde auch dieser erweitert, zunächst auf 1 MB Hauptspeicher - damals war das viel! Damit passte der C-Compiler und der Linker zusammen mit dem Editor in eine Ramdisk, das Programmeschreiben war nun zehnmal schneller. Wer nun denkt, einfach RAM-Modul einsetzen und fertig - weit gefehlt. Es hieß 'Computer aufschrauben, auseinanderbauen, Lötlöcher der Hauptplatine von Lötzinn befreien, Speicherchips und Tantalelkos einlöten und alles wieder zusammenbauen'. Zu meiner Begeisterung lief dann auch alles.

Ein original 1040STFM

Zudem wurde mein Computerverständnis gefördert. Ich lernte CASL-Signale, Unterschiede bei DRAM-Bautypen kennen, Maschinenbefehlslisten der Mikroprozessoren, Optimierungsmöglichkeiten beim Programmieren und die Vorteile der Strukturierten Programmierung.

520ST mit SM124

Später habe ich noch den SM124 (Schwarzweissstandardmonitor mit ergonomischen 70Hz) per Zusatzplatine weitere Auflösungsbereiche ermöglicht. Bei 16 000 Volt Beschleunigerspannung nicht ganz ungefährlich. Mit ca. 10 einfachen Bauteilen, clever zusammengeschaltet und mit 5 Punkten der Hauptplatine verbunden, lies sich wieder etwas später die Auflösung des Rechners gar verdoppeln (von 640x400 auf 750x480, Idee von Stefan Hartmann und Karsten Isakovic). Diese Lösung hies Hyperscreen und worde vom ST-Magazin 5/1989 beschrieben. Es wurde einfach ein neues DE-Signal (DisplayEnable) aus hSync, vSync und Composite erstellt. Da diese Zeitschrift vergriffen war, lies ich mir eine Kopie schicken und lötete selbst los. Später folgte eine kommerzielle Variante.

Mein Atari im Gehäuse

Dann folgte noch ein eigenes Gehäuse (Typ: atombombensicher) mit abgesetzer Tastatur, Anschluß für einen VGA-Monitor, usw.

 Die PC-Ära

Der Siegeszug des PCs ließ sich nicht aufhalten, uns so wurde aus einem gebrauchten 486DX2/66 mein erster IBM-compatibler zusammengebaut. Das DX steht für den eingebauten CoProzessor (im Gegensatz zum billigeren SX, den wir u.a. mit 25 MHz für die Schule 1991 kauften). Das 2/66 deutet darauf hin, dass erstmals der Prozessor intern schneller lief als die Verbindung zum Chipsatz, hier also extern mit nur 33 MHz, intern doppelt so schnell. In dieser Zeit lieferten sich vor allem Escom (bald pleite) und Vobis Highscreen Werbungskämpfe, ob DX50 schneller als DX2/50 ist und ähnlich wichtige Fragen. Aus meinem ersten PC wurde im Laufe der Jahre ein Cyrix166+, dessen Motherboard mit HX-Chipsatz CD-ROM Laufwerke zerstörte (siehe Computer), auf dem Nachfolgemotherboard mit TX-Chipsatz lief ein K6-2 350 mit CTX-Core, der auf 400 MHz übertaktet wurde. Dazu ein 20" Miro GDM1963 Festfrequenzmonitor, Zweitrechner, Brenner, DVD-Laufwerk, Videoschnittkarte, Miro Hiscore3D mit TV-Ausgang, Drittrechner, Linux-Server mit Samba und SCSI, Twisted-Pair Netzwerk, 4PointSurround usw.....

nochmal mein 20Zoll Monitor

Anfang 2003 habe ich den 400MHz-Rechner einem Freund gegeben. Für die Standardarbeiten reicht er bei weitem aus, mit Windows95 und SuSE 8.2 läuft er auch angenehm schnell - und vor allem LEISE! Meinen eigenen Rechner habe ich auf nun auf 1.21 GigaWatt (bzw. Hertz) aufgebohrt mit SuSE 8.1, 512 MB RAM, AGP und USB ...

Mitte 2003 kam ein IBM X30 ThinkPad Notebook dazu. Es ist nur unwesentlich größer als mein erster ZX81, taktet allerdings 1200x schneller, ist ca. 29600x schneller, hat fast dreimalsoviele Tasten, 256000x mehr RAM und das Display, Festplatte (gab es irgendwann auch für den ZX81), CF-Leser, IR-Port etc. bereits eingebaut. Außerdem verfügt es über eine Soundausgabe und Farbe - dafür hat es keinen HF-Tuner. Immerhin ist es genauso schwarz.

mein kleines Notebook

Auch den 1.2 GHz Rechner habe ich weiterverschenkt. 2005 hatte ich ihn gegen einen Athlon XP mit 1.4 GHz getauscht - den nutzt seit 2007 meine Schwester. 2008 ist noch ein Athlon 64 mit 1.8 GHz aktuell, das X30 ist weitergegeben.

Notebook 2

Seit 2008 habe ich ein X40 mit CF-SSD (20 GByte). Damit ist das Notebook komplett lautlos und hat endlich 1.000.000 mal mehr Speicher als mein ZX81. Es ist leichter und viel flacher als das X30. WLAN und USB2.0 sind gleich eingebaut, ebenso ein Kartenleser und Bluetooth. Dank SSD spare ich im Betrieb 2 Watt Leistung und das Gewicht fällt auf 1,22 kg. Somit hält auch der Akku bedeutend länger.

ganz dünnes Notebook

Mit einem neuen Akku (62 Wh) ergibt sich eine beachtliche Laufzeit, während das Gewicht auf 1.42 kg (wie ein Asus Eee PC 1000H) gestiegen ist. Es ist damit immer noch leichter als mein altes X30. Der Batteriemanager zeigt bei minimaler Helligkeit des Displays und eingeschaltetem WLAN folgendes an:

Laufzeit

Anfang 2014 war das X40 dann doch zu langsam für die alltäglichen Anwendungen geworden. Insbesondere die eingeschränkte Video- und Grafikbeschleunigung eines Systems aus dem Jahre 2004 machten den Umgang mit dem Internet zu einer Qual. Somit kam ein Macbook Air 13" ins Haus:

Macbook Pro Retina 2013 Haswell

Hier noch einmal ein Vergleich der drei mobilen Begleiter. Keines besitzt ein CD/DVD-Laufwerk. Alle haben eine Tastaturbeleuchtung, geringes Gewicht, eine sehr gute Tastatur und sind flach und leise. Das X30 (1799?) ging für das Studium mit nach Moskau. Laufzeit mit Akku: etwas über 4 Stunden. Dank Hibernate mit zweitem Akku mobil die doppelte Laufzeit. Ihm fehlten WLAN und USB 2.0. Das X40 wurde gebraucht mit Dockingstation (DVD 370,55 €) erworben und die Festplatte gegen SSD getauscht. Der betagte Prozessor wurde irgendwann zu langsam, der Festplattenspeicher war stark eingeschränkt. Außerdem hielt der große Akku irgendwann nur noch 4-6 Stunden. Das Macbook Air (950€) hat 4x mehr Ram, 10x schnellere SSD, nur unwesentlich mehr Taktfrequenz (1.3 statt 1.2 GHz, aber effektiv 16x schneller), 834x schnellere Grafik, 1,6x mehr Pixel und dank LED-Hintergrundbeleuchtung wenig Energie bei einem gleichzeitig sehr hellem Display. Im Gegensatz zur CTL sollte das auch einige Jahre so bleiben.

Computer Maße (B/H/D) Gewicht Akku Display CPU
IBM Thinkpad X30 2003 273/223/31 1,63 kg 47,5 Wh - 4h 12,1" (307mm) 1024x768 Pentium III-M 1.20 GHz
IBM Thinkpad X40 2004 (2008) 268/212/27 1,46 kg 64,8 Wh - 6h 12,1" (307mm) 1024x768 Pentium-M LV 1.20 GHz
Macbook Air 2013 325/227/17 1,35 kg 54,3 Wh - 10h 13,3" (338mm) 1440x900 Intel Core i5-4250U 1.3 GHz
Macbook Pro Retina 2013 314/219/18 1,57 kg 71,8 Wh - 9h 13,3" (338mm) 2560x1600 Intel Core i5-4258U 2.4 GHz

Gegenwart

Trotz meines sehr stark eingeschränkten Zeitvorrates bin ich dabei, mich etwas in HTML, CSS und JavaScript weiterzubilden. Soweit mir möglich las ich bis 2001 c't (heute sporadisch in der Unibibliothek), um auf dem aktuellen Stand zu sein, doch es gibt auch noch viele andere schöne Dinge des Lebens. Mit der Zeit werden diese Seiten im Internet hoffentlich ganz interessant werden. Bald kann ich dann auch sowas programmieren:

Nachtrag 2006: Das war ja ein schöner Traum. Nein, in die Programmierung von Java-Applets bin ich nie richtig eingestiegen. Auch das auf der html-Seite angekündigte PHP beherrsche ich nicht. An welchen Programmiersprachen ich mich versucht habe zeigt einmal die folgende Tabelle:

Jahr Programmiersprache Anwendungen auf Computer
1987 BASIC einfache Mathematik KC 85/3 mit DataSette
1990 Lattice C Primzahlen Atari 520STFM
1992 Turbo Pascal Arithmetik 486 SX 25
1997 Virtual Basic Script Statistik Kundendaten Pentium II 233
2000 GNU C++ physikalische Näherungen K6/2 400
2003 PHP4 Gästebuch Optik modifiziert
2005 Java 1.5 GUI mit AWT und Swing Pentium III 1200
2006 PHP4 und MySQL WordPress free server
2006 QT 4.1 und C++ Messdatenauswertung Intel Core 2 Duo
2008 Java 6, NetBeans 6 Messdatenauswertung Athlon 64
2011 EJB, Spring, roo App Engine Anwendung Phenom X4 955
2012 C++ auf MIPS nbench Atheros AR9132

Internetzeitalter - Nachtrag

Im Logfile (bei mir Logfeile genannt) ist die Geschichte dieser Seiten ganz kurz beschrieben, wen es interessiert, wie die erste ins Internet hochgeladene Variante aussah, unter dem Verzeichnis /alt habe ich noch einmal die ursprüngliche unveränderte Variante eingestellt. Es hat sich also vom Layout wie auch vom Inhalt bisher einiges getan. Am einfachsten folgt man diesem Link zu den alten Seiten. Insgesamt umfassen diese ersten Seiten nur ca. 100 kByte, am 11.4.2001 bereits 1.5 MByte, am 3.3.2003 schon 3.1 MByte und Anfang 2004 sind die 5 MByte von netbeat voll ausgeschöpft. In einer Tabelle habe ich festgehalten, wie sich die Seiten im Laufe der Zeit weiterentwickelt haben. Aktueller und umfangreicher ist die folgende Datei.

Meine kleine Computersammlung

Leider besitze ich nur noch die jeweils letzten Computer. Wenn man bedenkt, daß man ein paar Tausend Mark oder Euro investiert, um nach wenigen Jahren alles ohnehin auf den Müll zu bringen, kann einen das schon ganz schön nachdenklich machen.

Jahr Bezeichnung Prozessor MHz bit RAM Festplatte Grafik
1988 Sinclair ZX81 Zilog Z 80 3,5 8 1 kByte - 24" 40x25 Zeichen s/w-Fernseher
1991 Atari STFM 520 Motorolla 68000 8 16 1024 kByte - 13" 640x400 s/w (320x200 4bit Farbe)
1995 - Intel 80486 DX/2 66 32 8192 kByte 105 MByte 14" 640x480 8bit Farbtiefe
1997 - Cyrix 586 166+ 133 32 32768 kByte 510 MByte 15" 800x600 24bit Mystique
1999 - AMD K6-2 400 32 65536 kByte 3400 MByte 20" 1024x768 Miro Triniton
2003 - AMD Duron 1200 32 524288 kByte 13600 MByte 20" 1152x864 32bit PCI
2003 IBM X30 Intel Pentium III M 1200 32 262144 kByte 38700 MByte 12" 1024x768 32bit TFT AGP
2005 Siemens Nixdorf AMD Athlon XP 1467 32 524288 kByte 152588 MByte 17" 1280x1024 TFT 16ms ATI9250
2005 SDA Music TI OMAP 730 180 16 32768 kByte 128 MByte 2,2" 176x220 18bit TFT, 106g
2006 AC Silentium T2 AMD Athlon 64 1800 64 2097152 kByte 244140 MByte 20" 1400x1050 TFT DVI nv6150
2007 Nokia E61 TI OMAP 1710 220 2 x 32 65536 kByte 2048 MByte 2,8" 320x240 24bit TFT, 134g
WLAN, UMTS, Wikipedia, ssh, ...
2007 Samsung R20 Intel Core Duo 2000 2 x 64 1048576 kByte 78362 MByte 14" 1280x800 TFT ati1250
2008 IBM X40 Intel Pentium M LV 1200 32 1048576 kByte 19531 MByte 12" 1024x768 32bit TFT AGP
2008 XBOX 360 Xenon 3200 3 x 64 524288 kByte 57220 MByte 32" 1368x768 LG HDMI
2009 Toshiba NB100 Intel Atom N270 1600 HT 32 2097152 kByte 195313 MByte 8,9" 1024x600 LED-Backlight
2011 Lenovo T61 Intel Core2Duo T7300 2000 2 x 64 4194304 kByte 1000000 MByte 14" 1400x1050 + 24" 1920x1080
2011 iPhone 4S Apple A5 800 2 x 32 524288 kByte 64000 MByte 3,5" 960x640 Retina-Display
2012 BüroPC II AMD Phenom 955 3200 4 x 64 8388608 kByte 2000000 MByte 37" 1920x1080 LED Backlight
2013 Google Nexus 4 Snapdragon S4 Pro 1500 4 x 32 2097152 kByte 8000 MByte 4,7" 1280x768 LED Backlight
2013 Apple Macbook Pro Retina i5 Haswell 2400 2 x 64 8388608 kByte 256000 MByte 13,3" 2560x1600 Retina
to be continued ...

Geschwindigkeit der Prozessoren

Im Laufe der Zeit sind wohl auch die Prozessoren schneller geworden. Einige habe ich mit dem Standard Memtest86+ jeder Linuxinstallation getestet sowie dem bootlog-file wegen der BogoMips (bzw. 'cat /proc/cpuinfo'):

Dieser Teil wurde auf die Seite Benchmark ausgelagert.

Das betrifft übrigens auch: "Geschwindigkeit II: nbench", "Geschwindigkeit der Massenspeicher Flash / Harddisk / SSD" und "Transfergeschwindigkeit mit Atto Benchmark"

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