Category: Schule

Alles was zu Bildung und Schule, also Beiträgen auf Deutsch, gehört. Es war 2016 für die IGSHCMC gedacht, aber zu speziell.
Das gehört zur International German School Ho Chi Minh City – so der offizielle Name. Seit August 2016 arbeite ich hier.

  • Waffelverkauf

    Waffelverkauf

    Zur Finanzierung unserer Klassenfahrt haben wir heute einen Waffelverkauf gestartet. Es ging schon vor der Schule los, dann in allen Pausen und bis nach Schulschluss, als die Eltern ihre Kinder abgeholt haben. Unsere Einladung hatten wir vorher in den Klassen gezeigt und überall gut sichtbar verteilt:

    Am Ende hatten wir mehr Geld eingenommen als für einen Schüler notwendig gewesen wäre! Loudan hat sich als Geschäftsmann entpuppt und seine Freude an harten Verhandlungen gehabt. Die Mädels hatten Spass mit den ganzen Toppings und dem Anrühren von weiterem Teig, denn wir hatten zu wenig. Und ich habe die Herausforderung erlebt, kein weiteres Waffeleisen kaufen zu können – weder im MegaMarket (ehemals Metro) noch Vincom Megamall noch Chu Chon noch im Laden Nguyen Kim. Ein paar Tage später habe ich dann einen im Yersin-Markt gefunden, als ich dort Schrauben für unser Baumhaus gekauft habe. Denn lazada.vn (lokale Entsprechung von amazon, das es hier leider nicht gibt) hatte keines mehr lieferbar.

  • Holzwerkstatt 1 – Regal in TimeLapse

    An zwei Tagen der Woche habe ich für 45 Minuten eine AG zum Thema Holz. Manchmal nennen wir sie Holzwerkstatt, manchmal Baumhaus-AG. Und wir können schnell arbeiten:

    Auf DMAX läuft mitunter die Serie “Die Baumhaus-Profis”. Auf Englisch heißt die Serie “Treehouse Masters”. Einige Schüler kennen sie. So ist das langfristige Ziel unserer AG, ein Baumhaus zu bauen.

  • Fahrt zur Schule mit der GoPro (Yi Xiaomi)

    Fahrt zur Schule mit der GoPro (Yi Xiaomi)

    Neues Spielzeug: eine Actionkamera! Eigentlich für den Klassenausflug an den Strand bzw. zum Tauchen auf Phu Quoc gekauft, kann sie auch für Alltagssituationen eingesetzt werden. Und da es immer mal regnen kann ist es gut, dass sie wasserdicht ist.

    Der Arbeitsweg ist nicht bearbeitet, kein Sound unterlegt, nicht beschleunigt, einfach mal ein Video. Bessere folgen im Laufe der Zeit (da ja das ja auch Zeit kostet).

  • Holzbestellung für die Holzwerkstatt

    Holzbestellung für die Holzwerkstatt

    Nach dem Umzug bei Willy fahre ich noch etwas durch die Stadt. Es ist ja ein Feiertag – der Befreiungstag, oder Nationalfeiertag. Was heißt das für die Geschäfte? Alan sagt: “Business as usual.” Und er behält Recht. Alle Geschäfte sind weiterhin auf. So sehe ich dann auch endlich einige Holzhändler am Straßenrand. Denn Baumärkte gibt es hier nicht.

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    Ich halte bei einem Händler an und frage nach den Preisen und lieferbaren Längen. Naja, wir verstehen uns zwar nicht, aber ich kann ja mit dem Finger auf die jeweiligen Holzleisten weisen. Maße schreiben wir auf, ebenso die Preise. Für Details rufe ich einfach mal eine Kollegin an – und sie ist so nett, an ihrem freien Tag als Übersetzerin zu arbeiten. Für den Start haben wir somit schon mal etwas Holz. Bleibt noch Werkzeug.

  • Vier Klassen in einer Klasse?

    Vier Klassen in einer Klasse?

    Ich bin jetzt Klassenlehrer der 5. und 6. Klasse. Diese Klassen wiederum sind unterteilt in DaF-Schüler (Deutsch als Fremdsprache) und DaM-Schüler (Deutsch als Muttersprache). Die DaF-Schüler haben einigen Fachunterricht wie Physik und Biologie extra und außerdem viele Stunden DaF-Unterricht. Dafür fallen aber andere Unterrichtsstunden weg. Damit wird der Stundenplan für “unsere Klasse” – die 5 und 6 sind zusammen – etwas unübersichtlich:

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    Für uns Lehrer ist das auch nicht ganz einfach. So habe ich die Deutsch-Schüler der 5 und 6 gleichzeitig im Matheunterricht. Aber die Inhalte sind natürlich andere, je nach Jahrgang. So muss die eine Hälfte in Ruhe arbeiten, während mit der anderen Hälfte ein neues Thema erarbeitet wird. Aber wir werden besser 🙂

  • überschwemmte Schule

    überschwemmte Schule

    Das folgende Bild zeigt meinen Klassenraum in der Lehrervilla. Dort waren wir von dem Starkregen gestern zum Glück nicht betroffen. Mit den neu bespannten Tafeln sieht er ganz nett aus – wenn auch zu klein für 11 Schüler.

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    Am Freitag regnete es 84mm. Davon um 17:00 Uhr 29 Millimeter in einer halben Stunde. Das machte das 75mm-Regenabflussrohr von Haus B nicht ausreichend mit – und es schwappte in den Kunstraum. Mit Eimern und Kannen versuchten die noch anwesenden Lehrer, das Schlimmste zu verhindern. Dennoch standen bis zu 10cm Wasser im Klassenraum. Und es blieb nicht das letzte Mal …

  • Erster Schultag

    Erster Schultag

    Nach einer Woche Arbeit geht es jetzt auch für die Schüler los. Begrüßung, Einführung, Zuordnung Klassenlehrer und Gruppenfoto der gesamten Schule:

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    Ich bin Klassenlehrer für die fünfte und sechste Klasse. Sind aber insgesamt nur 11 Schüler. Anna kommt erst in zwei Wochen:

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    Und Loudon aus Australien ist der einzige Junge. Da hilft es wohl auch nicht, dass seine Schwester in der Klasse ist. Die beiden müssen wie auch drei Weitere erst noch einen Intensivkurs in Deutsch belegen, um die Sprache überhaupt sprechen zu lernen. Somit spricht nur die halbe Klasse einigermaßen deutsch. Aber wir sind gut gelaunt!

  • Ankunft Ho Chi Minh City

    Ankunft Ho Chi Minh City

    Nach Abflug aus Berlin am Mittwoch und kurzem Zwischenstop in Moskau und 10 Stunden Flugzeit lande ich am Donnerstag früh um kurz nach 9:00 Uhr in Ho Chi Minh City. Warme 28 °C erwarten mich und lassen sofort nach einem kurzen Ersatz für meine Jeans wünschen. Wie versprochen holt mich Bernd vom Flughafen ab. Mit dem klimatisierten Taxi geht es durch das Verkehrschaos der Stadt in Richtung Schule. Dabei erfahre ich schon mal einige Details zum besonders kreativen und chaotischen Leben in dieser Stadt.

    Nachdem die Sachen erst mal in der Schule untergestellt sind fahre ich auf dem Sozius von Bernds Roller zum Einkaufszentrum An Phu und zum Geldautomaten. Ich kann maximal 5.000.000 VND abheben, das mache ich zwei mal und bin somit ganz schnell Multimillionär! Schritt eins ist erledigt: Geld!

    Schritt zwei: Mobilfunk und Internet. Auf zum Laden des Vertrauens, die Karte kostet einmalig 45.000 VND (1,80 €). Für monatlich 90.000 VND (3,60 €) erhalte ich 1,2 GB Datenvolumen und einigen Aufladebonus. So habe ich ausreichend *102# Gesprächsguthaben und freie SMS. Für das iPad gibt es auch eine neue Karte: DC500 von viettel kostet 500.000 VND (20 €) einmalig und gibt mir für die folgenden 12 Monate 5GB Surfvolumen im 3G-Netz. LTE oder 4G wird in diesem Jahr erst aufgebaut, vielleicht kommt es nächstes Jahr mit hinzu. Dank Google Maps und GPS habe ich jetzt überall einen digitalen Stadtplan und Routenassistent dabei.

    Der dritte Schritt: Ein eigener Roller. Gut, das Fahren in Ho Chi Minh City (HCMC) ist speziell, dazu später mehr. Aufgrund der Rahmenbedingungen hier (Spritpreis, Wetter, rudimentäre öffentliche Verkehrsmittel) hat praktische jeder einen Roller und bewegt sich damit fort. Also fahren wir zum Händler des Vertrauens in Thao Dien.

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    Ich miete einen Sym Attila Victoria mit 110 cm³ 8,6PS Variomatik und Durchschnittsverbrauch von 2,5 Liter/100km bei einem Spritpreis von 15390 VND (0,62 €) je Liter. Das macht 1,5 Eurocent pro Kilometer – das ist schwer zu unterbieten.

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    Im Mietvertrag für einen Monat steht neben der Miete von 1.200.000 VND (48 €) ein Pfand von 4.000.000 VND (160 €) und regelmäßige Wartung, Reparatur und Pannenservice. Noch ein Helm für 220.000 VND (8,80 €) und ab 16:00 Uhr fahre ich allein durch die Stadt. Ernährungstechnisch bin ich noch nicht so ganz experimentierfreudig und begebe mich in ein McDonalds. Jene gibt es erst seit Anfang 2015 in HCM, doch sind schon ausreichend Filialen über die Stadt verteilt. Und KFC, BurgerKing, Starbucks, Dunkin Donuts usw. fehlen natürlich nicht.

  • Lagerfeuer und Lightpainting

    Lagerfeuer und Lightpainting

    Natürlich kann man auch am Lagerfeuer mit der Langzeitbelichtung einer Spiegelreflexkamera experimentieren:

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    Ein brennender Stock erzeugt nach ein paar Sekunden ein einmaliges Kunstwerk:

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