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15. Festplattentausch am Toshiba NB-100

Ende 2007 machte Asus Furore mit einem kleinen tragbaren PC, der weniger als ein Kilogramm wiegen sollte und nur 300$ kostet - der Eee PC. Anfang 2008 lieferte Intel mit dem Atom einen passenden Prozessor für diese Computerkategorie und gab ihr auch gleich einen Namen: Netbook. Seit Jahren (mindestens 2003) war ich von kleinen Toshibas (u.a. 3110CT und 3410CT) begeistert. Doch jene waren schwer zu bekommen, dann hatten sie nur USB 1.1 und konnten davon nicht booten, die Akkus und Festplatten waren zu klein usw. Im Netbook-Boom veröffentlichte Toshiba Ende 2008 dann ihren Vertreter: den NB-100.

Anfang 2009 legte ich mir also einen solchen zu. Zum Vielschreiben wollte ich ihn ohnehin nicht verwenden, da gibt es eben keine Alternative zu IBM Thinkpads. Ein X40 hatte ich dazu bereits, mit SSD bereits lautlos. Zum "Immer-dabei-haben" waren jedoch 20GB zu wenig (Bilder, Musik, Wikipedia offline) und das Subnotebook immer noch etwas zu groß. Der Toshiba hat nur 8.9" Diagonale und wiegt 1050g. Außerdem ist er nur 225 mm breit - so wie der Ur-EEE von Asus. Der 4-Zellen Akku (7.2V, 5200 mAh, 38Wh) hält 4 Stunden. Der Lüfter läßt sich komplett abschalten. Es passen normale 2,5"-SATA-Festplatten hinein. Die 3 USB-Ports unterstützen eine "Sleep&;Charge"-Funktion - laden also mp3-Player oder Bluetooth-Headset auch bei ausgeschaltetem Notebook. Somit war meine Wahl getroffen. Bestellung versandkostenfrei als 11R (Ubuntu 8.04.1 LPIA) für 270,- Euro.

15.1 Zerlegen des Netbooks

Im Unterschied zu anderen Netbooks ist nur der Slot für den RAM von außen zugänglich. Für jede andere Erweiterung muss das Netbook zerlegt werden (BT, WLAN, WAN oder Festplatte). Zunächst habe ich alle Schrauben gelöst und entfernt. Natürlich lies sich das Netbook so nicht zerlegen - irgendwie hakte es an einigen Stellen immer noch. Das Internet brachte Abhilfe. Als erstes wird die kleine Abdeckung am oberen Ende entfernt (mit dem Einschalter). Dann gelangt man an zwei weitere Schrauben, mit der die Tastatur gelöst werden kann:

Nun legt man den kleinen Bügel am Ende des Flachbandkabels um und kann die Tastatur abnehmen. Jetzt noch die 4 F8-Schrauben entfernen sowie die 6 F5-Schrauben der Unterseite. Vom Display ebenfalls die Kabel entfernen und die beiden WLAN-Antennenleitungen vorsichtig abziehen. Das Flachbandkabel des Touchpads entfernt man wie bei der Tastatur. Die Oberschale kann jetzt entfernt werden. Ein wenig erkennt man hier schon das Kühlkonzept: die kühle Luft ströhmt durch Ritzen in der Tastatur auf die kleine zentrale Mulde der Aluminiumabdeckung. Darunter sitzt links der Atom, rechts der GMA950 Chipsatz.

Ohne die Oberschalte hat man Einblick in den vollständigen Computer. Links ist die Festplatte im 2,5"-Standardformat zu erkennen:

Nach zwei weiteren Schrauben ist die Festplatte locker und kann vom SATA-Anschluss abgezogen werden.

15.2 Neue Festplatte

Seit einiger Zeit hatte ich eine externe 200GB Festplatte mit USB 2.0 Anschluss herumliegen. Da ich sie nie richtig benutzt hatte, fand sie hier ihre Bestimmung. So kann ich die Daten nicht nur einfach bei mir haben, sondern sie auch bearbeiten und anzeigen. Der Einbau ging genausoschnell und problemlos. Zusammenbau dann wieder in umgedrehter Reihenfolge.

Nun ist neben Toshibas angepasster LPIA (Low Power Intel Architecture) Version von Ubuntu 8.04.1 LTS auch 8.10 mit Compiz-Effekten installiert. Fehlt noch die Speichererweiterung auf 2 Gigabyte und der Bluetooth-Stick. Vielleicht kann ich ihn gar intern verbauen. Noch einmal dieses kleine Notebook im Vergleich:

Vergleich ist ein Samsung R20 mit 14" sowie ein 20" Syncmaster 203B mit 1400x1050 Pixeln.

15.3 Bezug zur Panasonic Toughbook CF-R Reihe

Ebenfalls 2003 entdeckte ich im Saturn-Markt ein Panasonic CF-R3 Notebook. Natürlich hatte es einen astronomischen Preis. Mich begeisterte damals das Gewicht von 999g, eingebautes WLAN, die geringe Größe sowie ein eingebauter SD-Card-Reader. Anfang 2009 ist der Nach-Nach-Nachfolger CF-R7 aktuell. An den Maßen 229x187x30-42 hat sich kaum etwas geändert. Die Festplatte ist etwas größer und der Prozessor schneller. Durch das Magnesiumgehäuse sehen sie natürlich etwas edler aus als mein NB-100:

Doch gibt es ein paar Dinge, die gegen ihn sprechen: Nur 512 MByte RAM (vs. 2GB), nur 120 GB Festplatte 2,5" und ein Preis von $2599. Habe also etwas fast ebenbürtiges für kaum mehr als ein Zehntel des Preises. Selbst gebrauchte CF-R3 sind teurer. Guter Deal also. Die vertikalen 168 Pixel fehlen nicht unbedingt. Vergleichsmaß des NB-100: 225x191x33

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