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Hier folgt ganz kurz eine Erläuterung zu Begriffen, die ich auf meinen Seiten verwendet habe und die vielleicht nicht jedem geläufig sind. Wohlgemerkt jedem, einige mögen vielleicht gähnen. In alphabetischer Reihenfolge - mit meinen Komentaren:
ATX ist ein neues Layout für PC-Mainboards, Netzteile und PC-Gehäuse. Die Mainboards entsprechen in ihren Abmessungen dem herkömmlichen Baby-AT-Format (BAT-Boards), sind aber um 90° gedreht (bzw. die Bauteile darauf). Dabei wurden gleichzeitig die meisten Komponenten an günstigere Positionen versetzt. Die Position zum Lüfter des Netzteiles ist nutzbringender, Schnittstellenanschlüsse - z.B. für Diskettenlaufwerke - wurden näher an die Laufwerke gebracht, man kommt leichter an die Speicherbänke heran, das ATX-Netzteil liefert nun auch 3,3 V und versorgt auch bei abgeschaltetem Rechner das Motherboard mit einer gering dimensionierten "Standby-Spannung". Der Computer ist also nie ganz ausgeschaltet.
BIOS ist die Abkürzung für Basic Input Output System. Auf dem Motherboard des Computers steuert das Bios die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bauteilen, Baugruppen, Schnittstellen und Speicherbausteinen. Es stellt definierte Schnittstellen für die jeweils andere Baugruppe oder auch für Softwareprogramme zur Verfügung, so daß man über die Feinheiten der Hardware nicht mehr so genau Bescheid wissen muß. Einige Programme oder Betriebssysteme umgehen das Bios allerdings..
BNC Bayonet Nut Coupling, ein verbreiteter koaxialer Steckverbinder mit Bajonett-Verschluß für Thin Ethernet, Meßtechnik, etc...
C++ heißt die Weiterentwicklung der höheren Programmiersprache C (mit assemblernahen Eigenschaften) durch Übergang zu objektorientiertem Programmieren.
CMOS Complementary Metal Oxid Semiconductor (Logikfamilie als Nachfolger der TTL-Technik. Letztere basierte auf Bipolaren Transistoren, CMOS auf Feldeffekttransistoren.) Der komplementäre Aufbau benötigt zu Signalzwecken nur Spannungen - jedoch keinen Stromfluss. Ein statischer SRAM kommt damit mit einigen µA Strom aus. Der Stromverbrauch einer modernen CPU rührt vom Umladen des Gates der FETs her - dieser wirkt wie ein MOS-Kondensator. Je höher die Frequenz - desto häufiger müssen die Transistoren (bzw. Kondensatoren) ungeladen werden - entsprechend höherer Strom fließt und umso wärmer wird eine CPU.
cv ist die Abkürzung für curriculum vitae, das kommt aus dem Lateinischen und wird im englischem Sprachraum gebraucht für "kurzer Lebensbericht" oder "Lebenslauf". Ich habe es als Synonym für "ich über mich" verwandt.
Dissertation sagt man zu dem Prozess, an dessen Ende der Doktortitel steht. Dazu muß man zunächst ein Diplom oder Magister besitzen und dann ca. 3 Jahre in einem mit Professoren und Instituten abgestimmten Projekt arbeiten. Dazu verfasst man wiederum eine Arbeit, muß neue Thesen aufstellen und Schlüsse aus der Arbeit ziehen, Empfehlungen geben etc. Des weiteren muß man seinen Titel noch verteidigen, in einer der Öffentlichkeit zugänglichen Ansprache - bei der selbstverständlich auch Professoren anwesend sind, die am Ende noch einige kluge Fragen stellen.
EEPROM Electrically Erasable Programmable Read Only Memory (elektrisch beschreib- und löschbarer Nur-Lese-Speicher) - eine gängige Realisierung der NVRAMS. Besonders BIOS-Daten oder Betriebssysteme für Handys, Smartphones, mp3-Player oder DVD-Brenner werden in diesen ROMs abgelegt. Ebenso Verwendung in Flashspeichern (USBdisk, SD-Karten). Jedoch nicht als Festplattenersatz geeignet, da nur ca. 10000 Mal überschreibbar. (siehe c't 1/2006)
Familie ist auch ein interessantes Phänomen.
Fermienergie ist in der quantenstatistischen Theorie der Festkörper die Energiegrenze der besetzten Elektronenzustände in einem Metall oder Halbleiter am absoluten Nullpunkt der Temperatur. Die zur Fermi-Energie gehörende Fläche konstanter Energie im Wellenvektorraum (reziprokes Gitter, Fouriertransformation) ist die Fermi-Fläche.
Fouriertransformation bezeichnet das vom französischen Mathematiker Jean-Baptiste Joseph Fourier (1768-1830) erfundene mathematische Verfahren, eine zeitabhängige Funktion in eine frequenzabhängige Funktion umzuwandeln. Die resultierende frequenzabhängige Funktion heißt Fouriertransformierte. Diese hat den gleichen Informationsgehalt wie die ursprüngliche Funktion, nur in anderer Darstellung. Sie kann zur Kompression von Audiodaten (MP3) und Bildinformationen (JPEG, Wavelets) verwendet werden.
GNU ist ein rekursives Akronym (GNU is Not Unix), das Akronym ist also selbst Teil des ausgeschriebenen Namens. GNU selbst hat keine Bedeutung. 1984 wurde von Richard Stallman dieses Projekt ins Leben gerufen, um ein komplett freies, Unix-ähnliches Betriebssystem zu entwickeln. Angefangen wurde mit EMACS, bis 1991 mit einem Kernel von Linus Torvalds ein komplettes System zur Verfügung stand - Linux. Im Gegensatz zum Copyright gibt es mit der GPL ein entsprechendes Copyleft.
GRUB ist ein unverseller Bootloader der GNU-Gemeinschaft. Er ist in der Lage, jedes Betriebssystem zu starten, eigene Startbildschirme zu erstellen und bietet sogar eine eigene Kommandozeile.
Handy ist im deutschen Sprachraum die Bezeichnung für ein tragbares Telefon, das vornehmlich in den GSM und UMTS-Netzen arbeitet. Im englischsprachigen Raum spricht man vom 'mobile phone' oder 'cellphone'. Im Laufe der Zeit habe ich auch eine kleine Handysammlung erworben.
iNet ist meine Abkürzung für Internet.
Integralrechnung - Berechnung von Flächeninhalten mithilfe von Grenzwerten.
JFET Junction Field Effect Transistor - (Selbstleitender Feldeffekttransitor) Theoretisch wurde dieser Transitor in den 40er Jahren von Shockley untersucht, allerdings erst in den 60ern experimentell hergestellt. Ursache waren die Schwierigkeiten bei der reproduzierbaren Halbleiter-Metall-Kontaktflächen. In den Oberflächenzuständen (surface states) gingen zu viele Ladungsträger verloren.
Kernel ["Kern"] ist der zentrale Teil eines Betriebssystems, der die wesentlichsten Funktionen realisiert und sich zur Laufzeit immer im Arbeitsspeicher des Computers befinden muß. Er erledigt die Hauptaufgaben und lädt bei Bedarf externe Routinen nach, die für spezielle Aufgaben benötigt werden. Andere Programme überwacht und steuert er, außerdem stellt er definierte Schnittstellen zur Verfügung.
Layout ["Anordnung, Grundriß, Entwurf"] ist die allgemeine Bezeichnung für die Gestaltung einer Seite. Entscheidend für ein Layout sind die Positionierungen von Objekten auf der Seite sowie die Formatierung einzelner Elemente und Textstellen.
LILO ist die Abkürzung für den LInux LOader, also ein kleines Hilfsprogramm, um Linux zu starten. Man kann es nutzen, um verschiedene Kernel zu starten oder mehrere Betriebssysteme parallel auf seinem Rechner laufen zu lassen. Im allgemeinen benötigt Linux den LILO, um gestartet zu werden.
manpage heißt eigentlich manual page und ist auf der Konsole unter Linux das kleine eingebaute 'Hilfesystem'. In den manpages ist nahezu alles Grundlegende zu Befehlen und Funktionen in Linux beschrieben, zu wichtigen Dateien wie lilo.conf oder /etc/rc.config sind ebenfalls manpages verfügbar. Aufgerufen werden sie mit dem Befehl man suchbegriff und schon kann man bildschirmfüllend näheres zum Suchbegriff erfahren.
MOSFET Metal Oxid Semiconductor Field Effect Transistor - (Metall-Oxid-Halbleiter Feldeffekttransistor) Bei dem Halbleiter handelt es sich um Silicium, da sein Oxid (Siliziumoxid - Quarz, Glas) nicht nur als Dielektrikum und Isolator dient, sondern auch einfach herzustellen ist und nicht wie bei anderen Materialsystemen aufgebracht werden muss. Es genügt, den Waver zu oxidieren. Daher wird in naher Zukunft Silizium als Halbleitermaterial wohl nicht abgelöst werden.
NVRAM Non Volatile Random Access Memory - (nichtflüchtiger Speicher wie z.B. SDRAM) Im allgemeinen handelt es sich dabei um EEPROMs, also eher um ROMs. Verwendung zum Beispiel in USB-Sticks, SD-Speicherkarten und anderen Flash-Speichern. Realisierung in NAND-Speicher erfordert hohen Rechenaufwand für die Adressierung, ist allerdings bei großen Datenmengen schneller als NOR-Speicher. Außerdem benötigt gemäß Toshiba NOR 150% mehr Chipfläche.
OSI-Referenzmodell ,hierbei ist OSI die Abkürzung von Open Systems Interconnection. Es bildet einen Rahmen für die Standardisierung offener Kommunikation zwischen kooperierenden Systemen. Dieser Rahmen zerlegt den Funktionskomplex in sieben schichtdiskrete hierarchische Teilprozesse, die in die 7 OSI-Schichte eingebettet sind. Die Instanzen in den Schichten erbringen Kommunikationsdieste für die jeweils nächsthöhere Schichte und stützen sich dabei auf den darunterliegenden Schichten ab.
Primzahl ist nur durch 1 und durch sich selbst (ohne Rest) teilbar.
Quant kleinstmöglicher Bestandteil, erfüllt die Heisenbergsche Unschärferelation. Licht zu Beispiel besitzt sowohl Welleneigenschaften als auch Teilchencharakter. Für letzteren benutzt man die Beschreibung der Quanten. Zuerst wurde die Quantelung von Max Plank im Jahr 1900 als Erklärung der Strahlung eines schwarzen Strahlers (Ultraviolettkatastrophe) postuliert.
Quark aus dem Roman "Finnegans Wake" [J.Joyce] von dem Teilchenphysiker M. Gell-Mann übernommene Bezeichnung für subatomoare Teilchen, d. h. Bestandteile der Nukleonen Proton und Neutron. Die Bestandteile sind die 6 Quarks: "up, down, charme, strange, bottom (beauty) und top (truth)". Dazwischen vermitteln Gluonen (tragen Farbladung) die starke Kernkraft. Weiterhin tummeln sich aufgrund der asymptotischen Freiheit weitere See-Quarks in den Nukleonen. Siehe Parton-Modell, Physics Particle Booklet oder eine einschlägige QCD (Quanten Cromo Dynamik) oder QED (Quanten Elektro Dynamik) Vorlesung an der Fakultät für Physik an einer in der Nähe gelegenen Universität.
Router, auch: intermediates System. Netzkopplungselement in Software- und Hardware- Konfiguration zur Verbindung und/oder Vernetzung identischer oder unterschiedlicher LANs, beispielsweise von Ethernet und Token Ring. Die Netzkopplung wird in der OSI-Schicht 3 (Netzwerkschicht) vorgenommen. Damit sind Router unabhängig von den Protokollen der beiden unteren Netzwerkschichten. Unterstützt ein Router in der Netzwerkschicht nur ein einziges Protokoll (z. B. IPX, TCP-IP), spricht man von einem Einzelprotokoll-Router (Single Protocol Router). Router, die mehrere Protokolle unterstützen, heißen Multiprotokoll-Router (MPR = Multi Protocol Router). Daneben gibt es noch hybride Router, die alle Frames, die nicht geroutet werden können (weil das entsprechende Protokoll nicht implementiert ist oder überhaupt nicht routbar ist), nach Möglichkeit nach Art einer Bridge (Brücke) übertragen. Aus diesem Grunde bezeichnet man diese Router auch als Bridging Router oder kurz als Brouter.
SD-Card ist die Abkürzung für SecureDigital Karte.
Teleskop ist ein optisches Gerät, das entfernte Gegenstände unter einem größeren Sehwinkel zeigt, sie also scheinbar näher rückt. Im Gegensatz zum Mikroskop geht man von parallel eintreffenden Lichtstrahlen (unendlich weit entfernt) aus. Wird auch als Bezeichnung für astronomische Instrumente verwendet, die kein sichtbares Licht untersuchen, z.B. Radioteleskope oder Gammateleskope (H.E.S.S.).
T&L Transform & Lightning - 'Umformung und Beleuchtung' ist eine 3D-Funktion, bei der die Grafikkarte die Berechnung von Formveränderungen und Lichteinfall übernimmt und dadurch den Prozessor entlastet.
USB Universal Serial Bus - von Intel in den 90ern eingeführter neuer serieller Standardanschluss an Computer für bis zu 127 Peripheriegeräte. Eigentlich waren sie für Maus und Tastatur gedacht und entsprechend geringe Datenraten. Vor allem musste die Technik sehr einfach und billig auf Motherboardseite sein, damit viele Hersteller diese baldmöglichst diese Schnittstelle anbieten würden. Daher wurden sämtliche Controlleraufgaben in die Peripherie verlegt. So konnte die Schnittstelle schnell eingeführt werden, dank Moore's Law würden die Preise für Controllerchips im Laufe der Zeit ohnehin ins Bodenlose sinken. So waren die ersten Geräte tatsächlich sehr teuer, heute gibt es keinen Preisunterschied zwischen PS/2 Geräten und USB-Peripherie. Darüber hinaus wurden die Schnittstelle mit Revision 1.1 und 2.0 immer schneller, jetzt lassen sich Festplatten, Flash-Speicher, Digitalkameras, Mobiltelefone und vieles mehr direkt anschließen und teilweise auch gleich mit Strom versorgen.
Vertex Shader oder 'Scheitelpunkt Abschatter' ist eine andere Bezeichnung für die T&L-Einheit neuerer 3D-Grafikkarten.
WEP Wireless Encryption Protocol - Verschlüsselungsalgorhytmus für kabellose Netzwerke. Schlüssel haben 64, 128 oder 153 bit Länge. Mit heute verfügbarer Computertechnik können sie allerdings geknackt werden (siehe Linux INTERN 1/06). Besser ist ein regelmäßiger Wechsel der Schlüssel wie zum Beispiel bei WPA.
WLAN Wireless Local Area Network - kabelloses Netzwerk nach den Standarts ITU 802.11b mit 11 MBit/s und 802.11g mit bis zu 54 MBit/s.
X-Window eine Systemerweiterung für Unix, die einen Fenstermanager und ein Client-Server-Modell auf Basis des X-Protokolls enthält und die Grundlage für die meisten grafischen Benutzeroberflächen (GUI) für Unix-Rechner darstellt. Mitte der 80er Jahre von Mitarbeitern des MIT und DEC entwickelt. Seit 1987 unter X-Org (X-Konsortium) verwaltet, Teil der Open Group.
Y ist das chemische Symbol für Yttrium (nach dem schwedischen Fundort Ytterby), ein silberweißes Leichtmetall der 3. Nebengruppe des Periodensystems. Neben dem Einsatz in Aluminumlegierungen wird es aktiven Medien von Lasern (Nd:YAG - Neodym:YttriumAluminumGarnet) sowie in der Halbleitertechnik und in Hochtemperatursupraleitern verwendet.
Zenerdiode nutzt den Effekt der Verarmung in einer Diode. Wenn die Verarmungszone (depletion zone) bis zum Shottky-Kontakt des Anschlusses reicht, steigt die Leitfähigkeit der Diode sprunghaft an, da es in der Raumladungszone fast nicht zur Rekombination der Ladungsträger kommt. Der Spannungswert ist geometrisch bedingt und relativ konstant, vor allem aber sehr scharf. Die Zenerdiode findet daher in Spannungsstabilisierungsschaltungen Verwendung.
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